Ja, ich gebe zu, diese Leseempfehlung wirkt, als hätten unsere Browser ernste Darstellungsprobleme – überall Zielbar. Aber was sollen wir machen? Das Onlinemagazin hat im Mai mit Miriam Löffler, Doris Eichmeier und Babak Zand gleich drei Hochkaräter aufgefahren, die sich mit Content-Themen beschäftigten. Das können wir nicht ignorieren und hat auch nichts damit zu tun, dass der Autor dieses Textes zum Zielbar-Redaktionsteam gehört. Ich schwör! – Also: Worüber berichteten Fachblogs, was diskutier(t)en Branchenexperten?

(Zu den Originalbeiträgen gelangst du, nach dem Klick auf den jeweiligen Screenshot.)

 

Interview des Monats: Miriam Löffler über Content Marketing

 

Interview mit Miriam Löffler.

Quelle: Zielbar, http://www.zielbar.de/content-marketing-interview-9699/

 

Inhalt in drei Sätzen: Zielbar-Redakteur Stefan Schütz interviewt Miriam Löffler, die Autorin des deutschen Standardwerks zum Content Marketing („Think Content!“). Im Gespräch geht es um die Relevanz von Content für das Marketing, „sexy Inhalte“, organisationsinterne Stolpersteine und die Bedeutung von Content Marketing für Start-ups und kleine Unternehmen. Ein Podcast sowie eine Infografik runden den Beitrag ab.

Unser Lieblingszitat: „Die Ursache für ineffizienten Content oder der ineffiziente Umgang mit Content liegt darin, dass die Mitarbeiter weder ihre Produkte noch Zielgruppen richtig kennen. Bevor wir über Content sprechen, fordere ich deshalb die Mitarbeiter ganz bewusst dazu auf, sich erstmal wieder in ihre Firma und Produkte zu verlieben. So werden unfassbar spannende Storys aufgedeckt, die den Mitarbeitern gar nicht mehr so präsent waren. Dabei hilft es, sich mit gewissen Fragen auseinanderzusetzen: Wie wird das Produkt eingesetzt, wie genutzt? Was schätzen Kunden an dem Produkt usw.?“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Miriam Löffler bezeichnet sich selbst als Content-Enthusiastin – jedes Wort dieses Interviews unterstreicht diese Zuschreibung. Wenn die Content-Strategin aus ihrem Arbeitsalltag erzählt, Frage- und Problemstellungen aus Projekten vorstellt und Lösungansätze präsentiert, versteht jeder Rezipient sofort, weshalb der professionelle Umgang mit Inhalten für Unternehmen heute unverzichtbar erscheint.

 

Treiber des Monats: Content Marketing treibt die Digitalisierung

 

Content Marketing treibt die Digitalisierung von Unternehmen voran.

Quelle: damore.de, http://www.damore.de/content-marketing-als-treiber-der-digitalisierung-im-unternehmen/

 

Inhalt in drei Sätzen: Welche Funktionen erfüllt Content Marketing innerhalb von Unternehmen? Diese wichtige Frage stellt Autor Stefan D’Amore in seinem Beitrag. Die Antwort: Implementiert man Content Marketing als zentrale Marketingform (quasi als Bindemittel aller Marketingmaßnahmen und Organisationseinheiten) verändert das die internen Prozesse immens, die Digitalisierung wird forciert.

Unser Lieblingszitat: „Mit seinem hohen Andockpotential an bestehende Verantwortlichkeiten im Unternehmen ist es darum nicht nur die am besten integrierbare Marketingform, sondern eignet sich auch hervorragend dazu, bestehende Organisationsformen zu verändern. So gesehen hat es im Unternehmen aufgrund seiner Veränderungskraft das Potential, außerordentliche Energie freizusetzen und zu fungieren als besonders starker Treiber der – Achtung, Buzzword! – Digitalisierung im Unternehmen.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Weil Stefan D’Amore sich den Themen Content Marketing und Digitalisierung nicht aus Agentursicht nähert (und sie somit zum Verkaufsargument verkommen!), sondern aus der Binnenperspektive. Da er dabei den Überblick behält und wichtige Querverbindungen herstellt, gilt für diesen klasse Beitrag gleich doppelt und dreifach: Leseempfehlung!

 

Strategie des Monats: Die Zukunft deines Content-Erfolgs erreichst du rückwärts!

 

Im Rahmen des Content Marketing die relevanten Touchpoints besetzen!

Quelle: Zielbar, http://www.zielbar.de/content-zukunft-9715/

 

Inhalt in drei Sätzen: Unternehmen müssen mit relevantem Content an den Touchpoints der Customer Journey überzeugen. Zu den wichtigen Content-Arten zählen Kennlern-, Neugierde-, Entscheidungs- und Loyalitäts-Content. Autorin Doris Eichmeier erklärt anschaulich, weshalb es sinnhaft ist, gerade die Content-Basics (Produkttexte, Gebrauchsanweisungen, …) zu optimieren.

Unser Lieblingszitat: „Beginne deshalb mit der Optimierungen genau jener Inhalte, die den Konsumenten überzeugen sollen, Kunde zu werden und zu bleiben. Oder, wenn er schon nicht kauft, zumindest zu einem Verbraucher wird, der deiner Marke wohlgesonnen ist. Arbeite dich von innen nach außen vor. Der Weg von außen nach innen führt nur zu enttäuschten Konsumenten.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Doris Eichmeier legt hier ein extrem starkes Lesestück vor. Der Beitrag vereint Theorie und Praxis perfekt, liefert eine klasse Infografik und schafft echten Mehrwert. Das ist Content, wie wir ihn lieben! Lesen, ausdrucken, laminieren, über den Schreibtisch hängen!

 

 

Positionsbestimmung des Monats: Content ist mehr als Werbung!

 

Ist Content Marketing besser als Werbung?

Quelle: maelroth.com, http://maelroth.com/2016/05/oh-nein-wir-machen-ja-doch-nur-werbung/

 

Inhalt in drei Sätzen: Ist Content Marketing etwa doch nur Werbung, fragt Mael Roth. Seine Antwortet lautet – wenig überraschend – nein, seine Argumentation ist interessant: Denn für die Konsumenten da draußen, seien die Unterschiede zwischen redaktionellem Content und werbenden Inhalten erstens nicht nachvollziehbar und zweitens auch unerheblich.

Unser Lieblingszitat: „Unternehmen können es sich immer weniger leisten, uninteressant zu sein. Es geht um langfristige Eindrücke, die wir bei Konsumenten hinterlassen, um das Kundenerlebnis in Verbindung mit der Marke und um den Fokus auf Informationsbedürfnisse. Um ein Bedürfnis zu befriedigen sollten sich Unternehmen immer weniger darauf konzentrieren, auf eine „KAUF MICH“ Botschaft zu setzen, sondern stattdessen „wir verstehen dich“ kommunizieren.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Die Diskussion „Content Marketing vs. Werbung“ ist nicht neu und Mael Roth wird auch nicht der letzte Autor gewesen sein, der über dieses Thema schreibt. Trotzdem ist diese Form der Positionsbestimmung wichtig, dient sie doch dazu, die Disziplin zu verorten und abzugrenzen.

 

Einzigartigkeit des Monats: Klaus Eck mag zwar süße Versprechen, aber nicht, wenn sie wie eine Kaugummiblase zerplatzen – Plädoyer für Unique Content

 

Plädoyer für exzellenten Content, anstatt Bubblegum.

Quelle: PR-Blogger, http://pr-blogger.de/2016/05/06/es-gibt-im-content-marketing-zuviel-bubble-gum/

 

Inhalt in drei Sätzen: Mancher Content erinnert in seiner Oberflächlichkeit an ein Genre der Rockmusik, das sich Bubblegum nennt und durch simple sowie eingängige Melodien und Refrains auszeichnet. Leider gibt es auch immer mehr Inhalte, die genauso einfach und vordergründig daherkommen, aber schon nach kurzer Zeit wieder vergessen sind. Exzellente Inhalte hingegen

  • sind unique
  • beantworten Fragen der Stakeholder und sind somit zielgruppenrelevant
  • inspirieren den Rezipienten dermaßen, dass er mit dem Content interagiert
  • schaffen Nachhaltigkeit – ohne bunt, süß und weich wie Kaugummi zu sein.

Unser Lieblingszitat: „Jedes ernsthafte Content-Stück zahlt auf Ihre Personenmarke oder Unternehmensreputation ein. Vielleicht verlinkt sogar jemand aus der Medien- oder Bloggerwelt auf Ihren Beitrag, sodass es Ihnen gelingt, in der Aufmerksamkeitsökonomie wahrgenommen zu werden und von den SEO-Effekten zu profitieren. Das ist wesentlich angenehmer als die allzu kurzfristige Wahrnehmung des Bubble Gum Contents und ist ein nachhaltiger Content-Marketing-Ansatz.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Weil Klaus Eck ihn geschrieben hat. Punkt.

 

 

Case des Monats: Die Customer Journey der Zielgruppe analysieren und optimieren – am Beispiel der European Union Naval Force

 

Customer Journey verstehen und User Experience verbessern.

Quelle: Zielbar, http://www.zielbar.de/customer-journey-zielgruppe-9832/

 

Inhalt in zwei Sätzen: Am Beispiel eines realen Cases zeigt Content-Stratege Babak Zand, wie Unternehmen und Institutionen bei der Analyse der Customer Journey und der Optimierung relevanter Touchpoints vorgehen können. Dafür berichtet er von seinen Erfahrungen als Content-Manager bei der European Union Naval Force.

Unser Lieblingszitat: „Wer versteht, wie sich Nutzer auf seiner Website bewegen, der kann dort die User Experience des Besuchers verbessern, indem er oft angelaufene Touchpoints weiter ausbaut und kaum genutzte Touchpoints optimiert.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Ein Case ist ein Case ist ein Case. 🙂 Was ich damit sagen möchte: Learnings aus erfolgreichen Umsetzungen lassen sich für die eigene Arbeit nutzen und einzelne Maßnahmen eventuell adaptieren…

 

Blog des Monats: Bauunternehmerin Heike Eberle über ihren erfolgreichen Serviceblog

 

Heike Eberle über ihren "Serviceblog".

Quelle: publish! Hannover, http://editorial-blog.de/wie-mittelstaendler-corporate-blogs-nutzen/

 

Inhalt in drei Sätzen: Bauunternehmerin Heike Eberle betreibt seit mehreren Jahren den „Serviceblog“ – nach eigenen Angaben sehr erfolgreich. Thematisch liefert sie zielgruppenrelevanten Mehrwert sowie Einblicke in das mittelständische Bauunternehmen.Wie sie den Corporate Blog als Dialoginstrument nutzt und über die Jahre eine treue Community aufgebaut hat, erzählt sie Mathis Paus im Interview.

Unser Lieblingszitat: „Haben Sie direkte Umsatzsteigerungen durch den Blog festgestellt? – Ich muss heute nicht mehr in die Kaltakquise gehen. Die Kunden kommen zu uns. Ich bin sozusagen von der Kundenjägerin zur Sammlerin geworden. Teilweise kommen so viele Anfragen, dass wir gar nicht alle bearbeiten können.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Weil hier eine Mittelständlerin aus der Praxis erzählt und beweist, dass es im Content Marketing nicht darum geht, möglichst viele Inhalte über jeden nur erdenklichen Kanal zu streuen, sondern authentisch und zielgruppenorientiert zu kommunizieren. Chapeau!

 

#blogfuture des Monats: Auswertung der Interview-Serie zum Corporate Blogging

 

Auswertung der Interview-Serie #blogfuture

Quelle: Start Talking, http://www.start-talking.de/unternehmensblogs-quo-vaditis-blogfuture/

 

Inhalt in drei Sätzen: Meike Leopold wertet hier ihre Serie #blogfuture aus. Dafür hat sie in den zurückliegenden Monaten Interviews mit acht Verantwortlichen großer Unternehmensblogs geführt. Ergebnis: Corporate Blogs gehören zum Kommunikationsmix, liefern Synergieeffekte für die Suchmaschinenoptimierung und dienen insbesondere dem Agenda Setting.

Unser Lieblingszitat: „Bei allen Interviewpartnern bewundere ich die Hingabe an das Bloggen als „Langstreckendisziplin“ des Content Marketing. Der lange Atem geht teilweise mit einer erstaunlichen personellen Kontinuität einher. Auch wenn die Verantwortlichen sich weiterentwickeln und Karriere in ihren Unternehmen machen, halten sie weiterhin ihre schützende Hand über das Blog.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Weil Meike Leopold zu den bundesdeutschen Instanzen zum Thema Corporate Blogs gehört – und zwar nicht nur „in der Theorie“ als Buchautorin, sondern seit 2008 auch als Verantwortliche für verschiedene Blogprojekte. Diese Praxisnähe und Liebe zu gutem Content spiegelt der Beitrag.

 

Klarstellung des Monats: Was in der Werbung nicht funktioniert, klappt auch im Content Marketing nicht!

 

Plädoyer für einen Perspektivenwechsel.

Quelle: PR-Doktor, http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2016/05/18/content-marketing-werbung/

 

Inhalt in drei Sätzen: Auch wenn Content Marketing draufsteht, kommt bei langweiligen Neuigkeiten, Binnenperspektive und Sender-Empfänger-Mentalität doch nur platte Werbung heraus. Dr. Kerstin Hoffmann plädiert deshalb dafür, dass kommunizierende Unternehmen nicht die Fehler der Vergangenheit machen. Stattdessen sollten sie echte Gespräche pflegen, besser zuhören und für mehr Außensicht sorgen – kurz: einen Paradigmenwechsel vollziehen.

Unser Lieblingszitat: „Erinnern wir uns ganz kurz, was Content-Marketing eigentlich bedeutet. Es bedeutet, rund um eine Firma, um Produkte herum spannende, interessante, nützliche oder auch unterhaltsame Inhalte zu entwickeln. So überzeugt ein Unternehmen die entsprechenden Gesprächspartner von der eigenen fachlichen Eignung, baut Marke und Sichtbarkeit auf und verankert sich positiv in den Köpfen der Stakeholder. Dazu braucht man eine Contentstrategie, die sich in die Gesamtkommunikation einbettet, und man muss die Inhalte, das Fachwissen, die Geschichten im eigenen Unternehmen entdecken und entwickeln.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Weil Dr. Kerstin Hoffmann natürlich völlig recht hat – und weiß, wie man auch „selbstdichtende Schaftbolzen“ (hiermit unser Wort des Monats!) spannend kommuniziert. Schöner Beitrag, der charmant zusammenfasst, worin die Stärken des Content Marketing liegen.

 

Zum Ende dieses Beitrags, so ist es mittlerweile schöne Tradition, folgende Frage:

Habe ich etwas vergessen oder übersehen? Hast du in den zurückliegenden Wochen noch andere Blogbeiträge zum Content Marketing gelesen, die man auf gar keinen Fall verpassen sollte? Dann steht dir selbstverständlich unser Kommentarbereich zur Verfügung! Übrigens gilt das auch, wenn du den einen oder den anderen hier gelisteten Beitrag ausdrücklich loben möchtest. Ich freue mich auf dein Feedback!

Ansonsten bleibt mir an dieser Stelle nichts anderes, als dir für das Vorbeischauen zu danken. Danke schön! 🙂

Ich hoffe, wir lesen uns nächsten Monat. Bis dahin!

 

(Beitragsbildquellen: Mr. Exen /Shutterstock, Stefan D’Amore –> damore.de, Zielbar, Mael Roth –> maelroth.com, Klaus Eck –> PR-Blogger, Publish! –> editorial-blog.de, Meike Leopold –> Start Talking, Dr. Kerstin Hoffmann –> PR-Doktor)

 

 

Content Marketing: Die besten Beiträge im Mai – Leseempfehlung!

von: Marc Ostermann Lesezeit: 8 min
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