So, kurz mal durchzählen: Alle wieder aus dem Urlaub zurück? – Wir haben im vergangenen Monat auf einen Rückblick der – unserer Meinung nach – besten Content-Marketing-Beiträge verzichtet. Dafür liefern wir heute als Service für alle Urlaubsrückkehrer einen Überblick der vergangenen beiden Monate. Die gute Nachricht vorweg: Auch die Fachblogger und Content-Experten haben es in den vergangenen Ferienwochen etwas ruhiger angehen lassen, so dass du nicht allzu viel verpasst hast. Die folgenden Beiträge lege ich dir trotzdem ans Herz, sind sie doch äußert informativ und gelungen.

 

Originalbeitrag lesen? Ganz einfach auf den Screenshot klicken und das Wiederkommen nicht vergessen.

 

Praxis-Guide des Sommers: So gelingt das Content-Audit

 

Guide Content-Audit

Quelle: http://www.toushenne.de/newsreader/content-audit-und-inventory.html

 

Inhalt in drei Sätzen und vier Bullettpoints: Autor Robert Weller findet es aus SEO-Sicht sinnvoller, bereits publizierte Inhalte zu optimieren, statt mit neuen Inhalten Aufmerksamkeit und zusätzlichen Traffic zu generieren. Deshalb empfiehlt er regelmäßige Content-Audits. Sein Beitrag behandelt die folgenden Themen:

  • Definition & Ziele
  • Vorteile & Nachteile
  • Eine grundlegende Methodik
  • Ein 4-Punkte-Aktionsplan für danach

Unser Lieblingszitat: „Was die Häufigkeit bzw. Frequenz von Content Audits anbelangt halte ich persönlich einen jährlichen Turnus für sinnvoll. Ich nutze gern den Jahreswechsel als Anlass, um meine Aktivitäten des vergangenen Jahres zu analysieren und die Ergebnisse in meine Neujahrsplanung einfließen zu lassen. Wann du die Analyse vornimmst, bleibt aber komplett dir überlassen, den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Ein Content-Audit legt das Fundament für eine valide Content-Strategie. Content-Optimierungen erscheinen darüber hinaus vor dem Hintergrund des Content-Schocks äußerst sinnvoll, da es sich – auch für das Ranking in den Suchmaschinen – lohnt, die „alten“ Content-Schätze wieder aufzupolieren.

 

Vorhersage des Sommers: Wie Content Marketing im Jahr 2025 aussehen wird

 

Klaus Eck auf zielbar.de

Quelle: http://www.zielbar.de/content-marketing-zukunft-11094/

 

Inhalt in sechs Thesen:

  1. Marken müssen ihren Content auf Plattformen (wie dem Facebook-Messenger, Snapchat, Telegram, …) anbieten
  2. Native Advertising wird wichtiger
  3. Visual Storytelling in Echtzeit ersetzt Text
  4. Voice Content wird sich durchsetzen
  5. Bots werden wichtiger, da sie Nutzer u. a. mit relevanten Informationen im richtigen Kontext versorgen können
  6. Unsere Wahrnehmung wird durch Augmented Content und Virtual Reality erweitert

Unser Lieblingszitat: „Content-Strategen müssen für die feinen Veränderungen ein gewisses Gespür entwickeln, damit ihre Organisation rechtzeitig auf die Veränderungen im digitalen Kontinuum reagieren kann. Schließlich wollen sie auch in Zukunft mit den Markenbotschaften ihre Zielgruppen erreichen. Mehr Content auf der eigenen Website ist keine adäquate Lösung mehr. Der Wettlauf um die ersten Stellen auf den Google-Plätzen wird mühsam, wenn immer weniger Menschen den Weg dorthin antreten.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Weil Klaus Eck hier einen spannenden Blick in die Zukunft wirft, ohne dass dabei Science-Fiction herausgekommen wäre…

 

Ansage des Sommers: 42.

Oder:  Weshalb moderne Unternehmenskommunikation keine Science-Fiction bleiben sollte!

 

Fünf Alarmsignale und fünf einfache Lösungen.

Quelle: http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2016/06/30/per-anhalter-durch-digitalien/

 

Inhalt in drei Sätzen: Ein Großteil des deutschen Mittelstandes hat das Digitale (noch) nicht verstanden und hängt in alten Denkstrukturen fest. Entsprechend spät reagieren die Unternehmen auf grundlegende Veränderungen. Deshalb listet Dr. Kerstin Hoffman für alle Unternehmenslenker und Entscheider mit Verspätung, fünf einfache Schritte, die in das Zeitalter führen in dem die anderen schon längst unterwegs sind.

Unser Lieblingszitat: „Nun geht natürlich nicht gleich die Welt unter, weil ein Großteil des deutschen Mittelstandes das Digitale nicht verstanden hat. Ich orientiere mich natürlich absichtsvoll am grotesk-satirischen Kontext eines Stücks Literatur, weil es sich mir einfach so sehr aufdrängt. Dennoch ist es als Warnung gemeint: Wenn wir nicht bald grundlegend etwas ändern, sondern uns immer noch Papiertüten (oder Aluhüte) über den Kopf ziehen, geht womöglich zumindest ein großer Teil unserer Wirtschaft den Bach herunter.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Die Autorin Dr. Kerstin Hoffmann hat sich einerseits ihren Humor bewahrt und listet andererseits komprimiert fünf „einfache“ Schritte hin zu einer nachhaltigen Digitalstrategie. Lesenswert!

 

Überblick des Sommers: So nutzt Content Marketing KMU

 

Weshalb Content Marketing für KMU relevant ist.

Quelle: https://blog.wir.ch/2016/07/04/content-marketing-als-chance-fuer-schweizer-kmu/

 

Inhalt in drei Sätzen: Was ist Content Marketing und weshalb ist das Thema für KMU relevant? Was ist zu tun, um als Unternehmen davon profitieren zu können? Diese Fragen beantwortet der bekannte Schweizer Content-Stratege Aldo Gnocchi in diesem Beitrag.

Unser Lieblingszitat: „Content Marketing ist eine neue Art von Marketing, bei der nicht Werbebotschaften im Vordergrund stehen, sondern informierende, beratende oder unterhaltende Inhalte, welche für eine klar verstandene Zielgruppe einen konkreten Mehrwert generieren.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Weil er KMU einfach und pointiert die wichtigsten „Leitplanken“ des Content Marketing liefert – und damit ganz nebenbei die Grundlagen für eine erfolgreiche Content-Strategie legt…

Meinung des Sommers: Relevanz zieht Reach an!

 

Zusammenhang zwischen Reach und Relevance

Quelle: http://www.alainveuve.ch/content-marketing-reach-vs-relevance-noise-vs-signal/

 

Inhalt in einem Satz: Alain Veuve über vermeintliche Content-Experten, Interaktion, Relevanz und Reach.

Unser Lieblingszitat: „Sobald wieder mal ein Buzzword im Trend ist, schießen die Experten wie Pilze aus dem Boden. Das ist im Moment bei Content Marketing nicht anders. Der Spreu vom Weizen zu trennen ist vielfach nicht so leicht. Ganz einfach, weil jeder, der schon mal einen Artikel mit 5’000 Besuchern am Tag veröffentlicht hat, geneigt ist, sich Experte zu nennen.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Weil es aktuell nur wenige Content-Blogger gibt, die in ihren Texten so schnell auf den Punkt kommen – und neben einer eigenen Meinung auch mit einer so ausgeprägten analytischer Denke dienen können. Ja, das ist eine ausdrückliche Leseempfehlung. Klasse sind auch Alain Veuves werthaltige Beiträge zur Agilität von und in Unternehmen. Kurz: Alain Veuve solltest du auf dem Schirm haben!

 

Ressource des Sommers: Mael Roth über den Corporate Blog als Wissenszentrale

 

Die Rolle des Corporate Blog.

Quelle: http://maelroth.com/2016/07/blog-ressource-statt-schrotflinte

 

Inhalt in zwei Sätzen: Ein Corporate Blog kann deutlich mehr sein als ein Kanal zur Besucher- und Kundenakquise: Content-Stratege Mael Roth sieht Blogs vielmehr als ein systematisches „Ressourcen-Center“, das auch nach innen wirkt.

Unser Lieblingszitat: „Wenn das Blog als Ressource statt als Schrotflinte im Marketing eingesetzt wird, verlängert sich die Lebenszeit der Inhalte im ein Vielfaches und unterstützt dabei eine Vielzahl von Abteilungen und Funktionen bei der täglichen Arbeit und dem Aufbau einer Helping-statt-Selling Mentalität.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Weil der Text einen wichtigen Perspektivenwechsel impliziert. Content dient im modernen Marketing nicht bloß als „Köder“ oder Lockstoff nach extern, sondern leistet mehr: Inhalte übernehmen eine Funktion innerhalb eines Unternehmen – und zwar abteilungsübergreifend und wertschöpfend.

 

Tipp des Sommers: Mit dem Hero-Hub-Hygiene-Modell von Google Content planen

 

Tanja Josche über das Hero-Hub-Hygiene-Modell.

Quelle: http://lean-content-marketing.com/tipps-fuer-die-content-planung-redaktionsplan-erstellen/

 

Inhalt in drei Sätzen: Tanja Josche beschreibt in ihrem Beitrag das „Hero-Hub-Hygiene-Modell“.  Durch die Verwendung des einfachen, aber wirkungsvollen Modells ist es möglich, Content strukturiert zu planen. Es teilt Inhalte nach ihrer Attraktivität für die Zielpersonen sowie den Verbreitungsmöglichkeiten in drei Kategorien ein.

Unser Lieblingszitat: „Empfehlenswert ist es, bei der Inszenierung von Content möglichst viel zu variieren. Das heißt, ein bestimmtes Thema sollte möglichst in verschiedenen Formaten aufbereitet werden: mal als Blogartikel, mal als Whitepaper, mal als Video. Denn jedes Content-Format hat seine eigenen Stärken im Kaufprozess.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Weil die Probleme mit Content Marketing unternehmensseitig nicht bei der Content-Strategie aufhören, sondern immer wieder auch in der Umsetzungsphase auftreten. Für diese Fälle liefert Tanja Josche hier ein einfach anzuwendendes Modell für die Content-Planung.

 

Wegweiser des Sommers: So kann Content entlang der Customer Journey wirken

 

Content entlang der Customer Journey produzieren.

Quelle: http://www.seokratie.de/wegweiser-content-marketing/

 

Inhalt in zwei Sätzen: Silja von Seokratie (nein, das sind nicht Vor- und Zuname) zeigt, wie Content entlang der Customer Journey wirken kann, um „die Wege eurer User beeinflussen zu können“. Drei Best-Practice-Beispiele runden den Beitrag ab.

Unser Lieblingszitat: „Stellt sicher, dass Ihr für Eure User in jeder Phase der Customer Journey den passenden Content parat habt. Seid Euch auch dessen bewusst, dass sich jeder User in einer anderen Phase befindet und dementsprechend auch die Einstiege in die Customer Journey an verschiedenen Stufen stattfinden.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Weil ein häufiger Fehler im Content Marketing darin besteht, die Inhalte eben nicht auf die Bedürfnisse der jeweiligen User abzustimmen. Orientieren sich Unternehmen im Rahmen der Content-Produktion an der Customer Journey macht das die Inhalte mit Sicherheit nicht schlechter. Die drei im Beitrag genannten Beispiele liefern darüber hinaus wertvolle Learnings.

 

Plädoyer des Sommers: Zielbar-Chefredakteur Andreas Quinkert fordert einen Ethik-Kodex für das Content Marketing

 

Ethik im Content Marketing

Quelle: http://www.zielbar.de/content-marketing-ethik-11411/

 

 

Inhalt in drei Sätzen: Content-Marketing ist eine moralische Gratwanderung. Deshalb gilt es schnellstmöglich zu prüfen, ob Content Marketing einen eigenen Ethik-Kodex braucht, der die Rahmenbedingungen für ein moralisch möglichst einwandfreies publizistisches Handeln im Interesse aller Beteiligten umreißt. Zielbar-Chefredakteur Andreas Quinkert legt hier ein leidenschaftliches Plädoyer vor.

Unser Lieblingszitat: „Einerseits klimpert es auf der Klaviatur gängiger journalistischer Ausdrucksformen, um Zielgruppen im Unternehmensinteresse zu bezirzen. Andererseits laufen Unternehmen immer auch Gefahr, genau dann den einen oder anderen gesellschaftlichen Kollateralschaden zu verursachen, wenn Inhalte unsauber bzw. unseriös redaktionell aufbereitet und Teilöffentlichkeiten punktuell desinformiert werden.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Weil mein Zielbar-Kollege recht hat.

🙂

(Und sollte dieses einleuchtende Argument nicht ausreichen, dann lohnt sich der Beitrag auf jeden Fall für jeden Content-Produzenten, Content-Strategen oder Content-Verantwortlichen, der / die sich sein / ihr Gewissen bewahrt hat – auch wenn wir hier über Marketing sprechen…)

Rat des Sommers: So wird Content Marketing langfristig erfolgreich

 

Wie man den einen großen Erfolg im Content-Marketing reproduzierbar macht.

Quelle: http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2016/08/16/erfolg-content-marketing-wiederholen/

 

Inhalt in drei Sätzen: Sind extrem erfolgreiche Content-Stücke reproduzierbar? Und falls ja: Worauf kommt es dabei an? Dr. Kerstin Hoffmann über erfolgreiches Content Marketing, das auf Basis einer sauberen Strategie kein One-Hit-Wonder bleibt.

Unser Lieblingszitat: „Wer zu sehr „klein-klein“ misst und skaliert, befindet sich zwar immer irgendwie auf der sicheren Seite. Zugleich bleiben die Erfolge aber auch sehr im einmal gesteckten Rahmen. Wer Experimente, etwa mit neuen Formen oder ganz ungewohnten Formulierungen, wagt, setzt unter Umständen ganz neue Referenzpunkte. Zudem entstehen auf diese Weise zusätzliche, klar identifizierbare Faktoren, die aus den anderen herausstechen.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Content Marketing ist ein auszehrender Marathon, kein kurzer Sprint. Um langfristig erfolgreich zu sein, gilt es, spezifische Rahmenbedingungen zu beachten. Welche das sind, zeigt Dr. Kerstin Hoffmann in ihrem Beitrag.

 

Da ich aber alles andere als perfekt bin, folgende Frage: Habe ich Beiträge übersehen oder schlichtweg vergessen, die hier auch genannt werden sollten? Falls ja, steht dir selbstverständlich unser Kommentarbereich für einen kleinen Hinweis zur Verfügung. Solltest du die hier vertretenen Beiträge auch so lesenswert finden wie wir, freuen wir uns über deine freundliche Empfehlung in den sozialen Netzwerken! 🙂

Ich hoffe, wir lesen uns nächsten Monat wieder. Bis dahin!

 

 

(Beitragsbildquellen: Mr. Exen /Shutterstock, Robert Weller –> toushenne.de, Zielbar, Dr. Kerstin Hoffmann –> PR-Doktor, Aldo Gnocchi –> WIR Bank Genossenschaft, Alain Veuve –> alainveuve.ch, Mael Roth –> maelroth.com/auf-deutsch/, Tanja Josche & Sascha Andreas von Hirschfeld –> Lean Content Marketing, Seokratie, Zielbar, Dr. Kerstin Hoffmann –> PR-Doktor)

 

Content Marketing: Die besten Blogbeiträge im Sommer 2016

von: Marc Ostermann Lesezeit: 8 min
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