Was für ein Monat! Der März hatte es wirklich in sich: Content Marketing Conference (CMCX) in München, Campixx:Week in Berlin, Cebit und Rock the Blog in Hannover. Es ist sicherlich nicht übertrieben, zu behaupten, dass die Themen Content Marketing und Digitaliserung in all ihren Facetten den März rockten. Selbstverständlich gab es flankierend auch wieder spannende, wichtige und sehr lesenswerte Blogbeiträge, die ich dir hiermit ans Herz legen möchte.

Also: Worüber berichteten Fachblogs, was diskutier(t)en Branchenexperten? Zu den Originalbeiträgen gelangst du, wenn du auf den jeweiligen Screenshot klickst.

 

Konferenz des Monats: Ergebnisse der Content Marketing Conference (CMCX) in München

 

Zusammenfassung der beiden Tage der CMCX in München.

Quelle: Ebner Verlag GmbH und Co KG –> Communicate and sell, http://www.communicateandsell.de/strategie/die-content-marketing-conference-cmcx-in-muenchen-erster-tag/

 

Inhalt in drei Sätzen: Dr. Simon Geisler und Christine Gerber fassen in zwei Beiträgen die Schlaglichter der Content Marketing Conference in München zusammen. Wie ist der Stand der Branche, worüber wird inhaltlich diskutiert, was gibt es Neues von bekannten Vordenkern? Die beiden Autoren versuchen sich an einer Antwort und schildern den lebendigen Konferenzalltag.

Unser Lieblingszitat: „Ob gestützt durch ein Tool à la Scompler oder nicht – alles, was im Content Marketing ohne Strategie und im Rahmen einer Strategie fixierte messbare Ziele unternommen wird, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Scheitern verurteilt. Fast könnte man denken, diese Zusammenhänge müsse mittlerweile jeder verstanden haben. Jedoch zeigt eben eben eine Debatte wie die von Thomas Strerath um die angebliche Content-Lüge angestoßene, dass dies noch mitnichten so ist. Da ist noch viel Aufklärung und Basisarbeit zu leisten.“

Weshalb du diesen Beitrag lesen solltest: Weil du dich wahrscheinlich nicht viel komprimierter auf den aktuellen Stand zum Content Marketing bringen kannst – immerhin ist die CMCX mittlerweile die größte europäische Content Marketing-Veranstaltung. Neben vielen interessanten Cases lieferten die Referenten Input zu den Themen

  • Content-Strategie
  • Content-Planung
  • Content Seeding
  • Storytelling
  • Native Advertising
  • Recht
  • Erfolgsmessung und ROI

Du siehst, das Programm liest sich wie das Inhaltsverzeichnis eines Fachbuchs zum Content Marketing. Deshalb gilt – wie für jeden hier vorgeschlagenen Beitrag – eine dicke Leseempfehlung!

 

Definition des Monats: Content-Strategie vs. Content-Marketing-Strategie

 

Worin liegt der Unterschied zwischen einer Content-Strategie und einer Content-Marketing-Strategie?

Quelle: Aufgesang Inbound Marketing, http://www.sem-deutschland.de/inbound-marketing-content/content-strategie-vs-content-marketing-strategie/

 

Inhalt in drei Sätzen: In einem Gastbeitrag für sem-deutschland beantwortet Content-Stratege Babak Zand die Frage, wie sich die Content-Strategie von der  Content-Marketing-Strategie unterscheidet: Die Content-Strategie legt die konkreten Arbeits- und Freigabeprozesse, die zu verwendenden Technologien sowie Guidelines fest und ist Teil eines ständigen Prozesses, der fortlaufend optimiert wird. Die Content-Marketing-Strategie hingegen schafft den inhaltlichen Rahmen und beschreibt Elemente wie Unternehmensvision, Kernbotschaften sowie Kanäle.

Unser Lieblingszitat: „Content-Marketing ist keine Sache, die man einfach aus dem Ärmel schüttelt. Es gehört – ähnlich wie beim Redaktionsbetrieb – verdammt viel Vorbereitung und strategische Überlegung dazu, wenn man auf Dauer mit Content-Marketing erfolgreich sein will.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen:

1. Es kann nicht schaden, wenn alle Beteiligten wissen, wovon sie überhaupt reden – und über den Begriff Content Marketing wird (weiß Gott!) viel gesprochen, diskutiert und geschrieben.

2. Die falsche Verwendung der Begrifflichkeiten kann – so Babak Zand – zu teuren Missverständnissen führen, wenn beispielsweise externe Dienstleister beauftragt werden.

Momente des Monats: Was sind Micro Moments und wie kann ich diese für das Content Marketing nutzen?

 

Micro Moments im Content Marketing

Quelle: toushenne.de, http://www.toushenne.de/newsreader/micro-moments-content-marketing.html

 

Inhalt in drei Sätzen: Robert Weller (Blogger, Dozent und Buchautor) schreibt über den Schnittpunkt zwischen User Experience, Customer Journey und Mobile Usage. Google nennt diesen Schnittpunkt „Micro Moments“. Für Marketer ist er interessant, da Nutzer im Rahmen des Pull-Marketings hier mit Unternehmen und Marken in Kontakt treten, um Informationen zu erhalten, die sie in diesem Moment wirklich interessieren.

Unser Lieblingszitat: „Im Gegensatz zu Push-Marketing-Ansätzen zielen Micro Moments auf den Einsatz von Pull-Marketing ab. In einer Zeit, wo der Großteil potenzieller Kunden klassischer Werbung eher kritisch gegenübersteht, sind eben diese Momente ein geeigneter Zeitpunkt, um unsere Marke bei der Zielgruppe zu positionieren.“

Weshalb du diesen Beitrag lesen solltest: Relevanter Content zur richtigen Zeit am richtigen Ort – möglichst im nachgefragten Format – gehört zum Grundprinzip des Content Marketing. Da es aber auch für erfahrene Marketer nicht immer ganz einfach ist, zu entscheiden, wann und wo welcher Content geeignet ist, liefern Beiträge wie dieser wichtige Hintergrundinformationen. Deshalb: Leseempfehlung!

 

Fragen des Monats: Sieben Fragen, die sich Contentproduzenten regelmäßig stellen sollten

 

So schafft man relevante Inhalte, sagt PR-Doktor Kerstin Hoffmann.

Quelle: PR-Doktor, http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2016/03/16/7-fragen-fuer-erfolgreichen-content/

 

Inhalt in drei Sätzen: PR-Doktor Dr. Kerstin Hoffmann liefert sieben Fragen, die jeder Contentproduzent grundlegend beachten sollte, um qualitativ hochwertige Inhalte zu kreieren. Sie empfiehlt, Personae zu definieren, Kanäle und Offline-Kontaktpunkte zu bestimmen, Bedürfnisse der Rezipienten zu erforschen, Problemlösungen anzubieten, möglichst (neue) Erkenntnisse zu liefern, nutzenorientiert zu denken und zu formulieren (bereits in der Überschrift!) und einen weiterführenden Impuls auszulösen. So könnten die produzierten Inhalte Sichtbarkeit erzeugen und Aufmerksamkeit bekommen.

Unser Lieblingszitat: „Eigentlich sind die Fragen ganz einfach. Aber meine Erfahrung gerade aus der Arbeit mit erfahrenen Praktikern, die schon seit langem Inhalte planen, produzieren und veröffentlichen, ist: Wenn man sie sich wirklich über einen gewissen Zeitraum hinweg für jedes einzelne Contentstück vornimmt und genau hinschaut, dann bewirkt das oft noch einmal einen erstaunlichen Sprung hin zu mehr Sichtbarkeit und viel höherer wahrgenommener Qualität; gerade dann übrigens, wenn sich mit der Zeit bereits eine gewisse Routine eingestellt hat.“

Weshalb du diesen Beitrag lesen solltest: Dr. Kerstin Hoffmann bietet mit diesem Beitrag eine ganz konkrete Anleitung, um relevante „Contentstücke“ (gemeint sind damit nicht nut Texte) professionell zu erstellen. Auch „Profis“ und „Experten“ sollten hin und wieder mal in diese Liste schauen, denn wer kann sich schon davon freisprechen, in der Routine nicht auch mal den Blick für das Wesentliche zu verlieren? Ich jedenfalls nicht. 😉

How-to des Monats: So erstellst du eine Content-Marketing-Strategie

 

Wie erstellt man eine Content-Marketing-Strategie?

Quelle: textbest GmbH, http://www.textbest.de/blog/content-marketing-strategie/

 

Inhalt in drei Sätzen: Online-Redakteur Carsten Weißmann erklärt, wie kleine Unternehmen, Selbständige und Blogger eine Content-Marketing-Strategie entwickeln können. Phase für Phase führt er mit praxisorientierten Leitfragen durch die Strategieentwicklung. Schwerpunkte dabei sind: Zieldefinition, Content-Audit, Implementierung, Content-Planung sowie das Content-Management.

Unser Lieblingszitat: „Viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Das ist in vielen Branchen und Projekten der Fall und gilt genauso für das Content-Marketing. Dennoch bleibt Content-Marketing nicht den ganz Großen vorbehalten. Eine durchdachte Content-Marketing-Strategie lässt sich gleichermaßen für kleine Unternehmen und Blogger nutzen.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Weil es Carsten Weißmann gelingt, die Entwicklung einer komplexen Content-Marketing-Strategie mit verhältnismäßig wenigen Worten zu beschreiben. Außerdem liefert er ein Set aus Fragen, die dem Leser einen roten Faden für die Strategieentwicklung aufzeigen. So macht er es vor allem Einsteigern angenehm einfach, Content mit mehr Strategie zu entwickeln.

Wie man hört, soll das nicht ganz unwichtig sein… 😉

 

Entschleunigung des Monats: Slow-Blogging im Content Marketing

 

Slow Blogging im Content Marketing von Ivana Baric-Gaspar.

Quelle: Keen Online Communication, http://keen-communication.com/slow-blogging-im-content-marketing/

 

Inhalt in drei Sätzen: Ivana Baric-Gaspar beschreibt die Synergien von Slow Blogging und Content Marketing. Die Autorin plädiert vor dem Hintergrund des allgegenwärtigen Content-Schocks dafür, auf dem eigenen Block einen Gang herunter zu schalten und Inhalte nicht wie am Fließband zu produzieren. Schließlich gebe es auch andere Wege bzw. Kanäle (Kuratieren, Kommentieren, Kommunizieren, Diversifizieren), um die selbstgesteckten Content Marketing-Ziele zu erreichen.

Unser Lieblingszitat: „Die Ansätze von Slow Blogging und Content Marketing zu vereinen, gleicht manchmal dem Versuch einen Ofen aus Holz zu bauen. Zum Glück löst sich dieses Problem bei genaueren Hinsehen fast von selbst, denn Bloggen ist nicht das Einzige, das Content Marketing ausmacht. Es gibt viele andere Wege, um im Social Web Präsenz zu zeigen, für seine Dialoggruppen relevant zu sein und sich als Thought Leader zu positionieren.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen:  Die von mir äußerst geschätzte Kollegin Baric-Gaspar führt mit einem Augenzwinkern in das Slow Blogging ein – und plädiert zwischen den Zeilen immer wieder für Content-Qualität. Manchmal ist weniger eben mehr – wobei die österreichische Kommunikations-Expertin aufzeigt, dass es gar nicht um weniger, sondern vielmehr um „anders“ geht. Wer Interesse daran hat, sein Content Marketing „breiter aufzustellen“, der sollte diesen Beitrag unbedingt lesen.

Das Thema Slow Blogging war darüber hinaus auch der ZIELBAR zwei Artikel im März wert. Wenn du dich also noch weiter entschleunigen möchtest, kann ich dir guten Gewissens diese Beiträge von Benjamin Brückner und Dani Schenker empfehlen:

Slow Blogging: Totaler Quark oder Crème fraîche?

Slow Blogging: Mit diesen Tipps schaffst du wertvolle Artikel für deine Leser

 

Spielerei des Monats: Wie kann man den Ansatz der Gamification für das Content Marketing nutzen?

 

Stefan Schütz über Gamification im Content Marketing.

Quelle: PR-Stunt, http://www.pr-stunt.de/gamification/

 

Inhalt in drei Sätzen: Um die Stakeholder vor dem Hintergrund des digitalen Wandels auch weiterhin erreichen zu können, bedarf es neuer crossmedialer Darstellungsformen, kreativer Ideen und innovativer Ansätze. Gamification kann den Spaß am Umgang mit – von Unternehmen zur Verfügung gestellten – Inhalten befördern. Prämisse: Humor driftet nicht ins Alberne ab und Spielspaß schafft Relevanz.

Unser Lieblingszitat: „Für das Content-Marketing von Unternehmen bedeuten diese 5 Säulen der Gamification, dass die zu kolportierenden Inhalte an der gesamten Markenpositionierung ausgerichtet sein müssen, dass das angewandte Storytelling der Markenwahrnehmung entsprechen muss, dass die eigentliche Kernbotschaft nahtlos in die Strategie integriert werden kann, dass die relevante Zielgruppe sich punktgenau und prägnant angesprochen fühlen sollte und dass der gesamte Prozess sich an den Grundsätzen nachhaltiger Kommunikation orientieren muss.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Weil (vor allem) technikaffine Zielgruppen anspruchsvoller werden. Kommunikatoren müssen entsprechend darauf reagieren und Strategie sowie Taktik darauf abstimmen. Gamification kann kann bestehende Kommunikationsstrukturen aufbrechen und perfekt ergänzen. Deshalb hat sie für die Unternehmenskommunikation großes Potenzial. Was es beim Einsatz von Gamification zu beachten gilt, erklärt PR-Experte Stefan Schütz in diesem Beitrag.

 

Optimierung des Monats: Mit Nutzerfeedback die eigenen Inhalte verbessern

 

Mit dem Feedback der Kunden die Webseiteninhalte optimieren.

Quelle: Franz Keim, http://www.franz-keim.de/content-optimierung-nutzerfeedback/

 

Inhalt in drei Sätzen: Nutzerfeedback aus Kommentaren oder eigens erstellten Umfragen unterstützt die Content-Optimierung eines Webangebots: Während die üblichen Metriken aus der Webanalyse quantitative Aspekte beleuchten, ermöglicht die Auswertung des Nutzerfeedbacks einen qualitativen Blick. Statt reine Informationen zum „wie viel“ (Zugriffe eine Unterseite hatte, z. B.) erhält der Webseitenbetreiber so auch Angaben zum „warum“ (eine Unterseite Zugriffe hatte) – und kann neue KPIs sowie konkrete Maßnahmen zur Content-Optimierung entwickeln.

Unser Lieblingszitat: „Aus der Webanalyse kann ich sehr gut erkennen, welche Seiten wie bei den Nutzer ankommen, z. B. auf Basis von Interaktionen mit bestimmten Elementen, Absprungraten, etc. Aber wenn es um die Frage geht, warum bestimmte Seiten so gut funktionieren und andere nicht, sind wir auf unsere Meinungen angewiesen, um passende Hypothesen für die Optimierung zu entwickeln.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Weil es im Content Marketing um Inhalte geht, die dem Rezipienten die benötigte Information zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort im geeigneten Format präsentieren. Um solch hochwertige Inhalte zu erschaffen, muss der Absender regelmäßig analysieren, ob sein Content diesen Qualitätskriterien entspricht. Franz Keim berichtet hier praxisnah über seine Erfahrungen dabei. Daumen hoch, klasse Beitrag!

 

Offtopic des Monats: Die Digitalisierung und der Mittelstand

 

Digitalisierung und Mittelstand von Robert Nagel.

Quelle: ZIELBAR, http://www.zielbar.de/digitalisierung-mittelstand-8574/

 

Inhalt in drei Sätzen: Beim Thema Digitalisierung gibt es eine ganze Menge interessengeleitete Panikmache, eine zu breite Verwendung des Begriffs sowie viel Emotionen – und als Reaktion eine Art Schockstarre seitens des Mittelstands. Robert Nagel fordert in seinem Zielbar-Gastbeitrag deshalb alle Beteiligten dazu auf, den Fuß vom Gas zu nehmen, die Herausforderungen der Digitalisierung Schritt für Schritt anzugehen und strategisch klug zu planen. Dann schaffen wir das!

Unser Lieblingszitat: „Ein oft nicht ganz sauber zubereitetes Ragout aus den Hauptzutaten Industrie 4.0, Online-Marketing, E-Commerce, Big Data, Cloud Computing, Smart Service, Transformation und Disruption blubbert leise vor sich hin und wird von Zeit zu Zeit unter Zugabe eines frischen Buzzwords („Mobile“!) zum Panik-Menü hochgekocht. Das führt zu nichts außer Verunsicherung.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Weil Robert Nagel vor dem Hintergrund allgegenwärtiger und marktschreierischer Panikmache wohltuend differenziert. Dabei schreibt er so pointiert, dass der Beitrag im doppelten Sinne eine wahre Freude ist. Ich habe sehr gelacht und verneige mich vor einem wirklich gelungenen Beitrag, den ich empfehle, obwohl er sich nicht explizit mit Content Marketing beschäftigt.

 

Herzlichen Dank an die hier genannten Kollegen für die guten Beiträge!

So, das war der März. Oder doch nicht? Habe ich einen – deiner Meinung nach – gnadenlos guten Beitrag übersehen? Dann lass mich das bitte wissen. Wer ist schließlich schon perfekt? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

 

(Beitragsbildquellen: Mr. Exen /Shutterstock, Ebner Verlag GmbH und Co KG –> Communicate and sell, Aufgesang Inbound Marketing –> sem-deutschland, toushenne.de, Kerstin Hoffmann –> PR-Doktor, textbest GmbH, Keen Online Communication, PR-Stunt, Franz Keim, Zielbar)

 

Content Marketing: Die besten Beiträge im März – Leseempfehlung!

von: Marc Ostermann Lesezeit: 9 min
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