Neue Serie: Von nun an präsentiere ich am Ende jedes Monats eine Zusammenstellung der wichtigsten, interessantesten und nutzwertigsten Beiträge zum Content Marketing aus dem deutschen Sprachraum. Da das aber nur schwer in eine Überschrift passt, nenne ich diese Blogserie einfach „Die besten Beiträge im …“

 

Warum ich die Inhalte anderer Blogs und Magazine kuratiere?

Weil es da draußen so viele fantastische Kollegen gibt, die die noch junge Disziplin Content Marketing verorten, vorantreiben, kritisieren und dabei nicht mit praktischen Tipps zur erfolgreichen Umsetzung geizen. Diese Entwicklung möchte ich hier exemplarisch dokumentieren, schließlich lieben wir hochwertigen Content.

Natürlich kann die Auswahl der genannten Beiträge nur subjektiv sein – auch wenn meine Kollegen und ich einem objektiven Anspruch folgen. Sollte ich aber wirklich mal einen gnadenlos guten Beitrag überlesen, verpennt oder einfach vergessen haben, dann steht dir unser Kommentarfeld zur Verfügung, um mich auf diesen peinlichen Faux-Pas hinzuweisen. Über dein Feedback freue ich mich!

Zu den Originalbeiträgen gelangst du, wenn du auf den jeweiligen Screenshot klickst. Aber vergiss bitte nicht wiederzukommen…

So, ab geht die wilde Fahrt. Gute Unterhaltung!

1. Der Aufreger des Monats: Die Content-Lüge

 

Thomas Strerath über Content Marketing

Quelle: W&V, http://www.wuv.de/agenturen/thomas_strerath_ueber_die_content_luege

 

Inhalt in drei Sätzen: Thomas Strerath, der Chef der Agentur Jung von Matt, schreibt aus Sicht eines Werbers über Content Marketing. Er legt den Finger in die Wunde und entlarvt schonungslos die Content-Lüge. Meint er.

Steilste These: „Weniger Content. Detox für Content. ­Decontenting. Die Betreiber mächtiger Websites und insbesondere große E-Commerce-Anbieter beschäftigen sich längst mit diesem Phänomen. Sie erkennen, dass zu viele Inhalte eher von der Auseinandersetzung mit ihrem Angebot und vom Kauf abhalten.“

Warum solltest du diesen Beitrag lesen? Weil es äußerst amüsant ist, den Unterschied zwischen nutzenstiftendem Content Marketing und platter Werbung auf eine so unfreiwillig komische Art und Weise präsentiert zu bekommen. Du findest, dass ich übertreibe? Dann schau dir mal die im Beitrag genannten Beispiele für Content Marketing an. Was die mit Mehrwert, Nutzen und Kundenzentrierung zu tun haben, muss mir mein Therapeut mal ganz in Ruhe erklären…

 

2. Die Antwort des Monats: Werber begreifen es nicht

 

Replik auf Thomas Strerath von Thomas Knüwer.

Quelle: W&V, http://www.wuv.de/agenturen/thomas_knuewer_ueber_content_marketing_deutsche_werber_haben_es_noch_nicht_begriffen

 

Inhalt in drei (langen) Sätzen: Thomas Knüwer, Geschäftsführer der Digitalberatung Kpunktnull, antwortet Thomas Strerath, indem er aufzeigt, dass Werber noch nicht verstanden haben, was es bedeutet, zielgruppenspezifisch Relevanz zu liefern. Dafür pflückt er die „plattargumentigen Äußerungen“ des JvM-Chefs auseinander und erklärt auf Basis einer Content-Marketing-Definition mit nachvollziehbaren Daten und geeigneten Branchenbeispielen, weshalb Content Marketing seiner Meinung nach die Zukunft der Marketingkommunikation ist. Außerdem fordert er eine Diskussion, die sich abseits von „Heiliger-Gral- oder Facebook-ist-tot-Superlativen“ damit befasst, wie Marketing dauerhaft mit den Herausforderungen und Veränderungen des digitalen Zeitalters umgehen sollte.

Unsere Lieblingszitate: „Content-Marketing ist ein Feindbild für Werbeagenturen.“ … „Müffelig transpiriert Angst aus den Zeilen: Verdammte Hacke, noch immer ist Content-Marketing eben nicht von uns gegangen.“

Weshalb du diesen Beitrag lesen solltest: Weil Thomas Knüwer ein paar recht gewagte Behauptungen des JvM-Chefs klarstellt, mit Fakten unterfüttert und so eine gesunde Basis für weitere Diskussionen liefert. Außerdem gelingt es ihm, Content Marketing von Werbung abzugrenzen und aufzuzeigen, dass in dieser Marketingdisziplin (andere) Fähigkeiten gebraucht werden.

 

3. FAQ des Monats: Content Marketing für Einsteiger

 

FAQ zum Einstieg ins Content Marketing.

Quelle: Lean Content Marketing Blog, http://lean-content-marketing.com/blog/content-marketing-faq-einsteiger-kleines-budget/

 

Inhalt in drei Sätzen: Tanja Josche beantwortet Content-Marketing-Einsteigern im FAQ-Stil die wichtigsten Fragen. Sie schafft damit einen perfekten Überblick über die Disziplin. Josche definiert Content Marketing, liefert Impulse für Themenideen, erklärt Kennzahlen sowie den Lean-Ansatz und gibt den Lesern Argumente für den Content-Marketing-Einsatz im eigenen Unternehmen an die Hand.

Unser Lieblingszitat: „Content Marketing zielt darauf ab, potenzielle Kunden nicht mit Werbesprüchen, sondern mit nützlichen Inhalten zu überzeugen. Indem Sie Antworten auf die Fragen Ihrer Zielgruppe liefern und Sie dabei unterstützen, die richtige Kaufentscheidung zu treffen, gewinnen sie deren Aufmerksamkeit und Vertrauen.“

Warum solltest du diesen Beitrag lesen? Weil er ebenso pointiert wie fundiert einen Einstieg in das Thema Content Marketing ermöglicht. Außerdem ist Tanja Josche Autorin des von mir geschätzten Fachbuchs „Lean Content Marketing. Groß denken, schlank starten“, welches sie gemeinsam mit Sascha Tobias von Hirschfeld geschrieben hat. Das sollte als Argument eigentlich schon reichen, denn das Buch ist wirklich gelungen…

 

4. Interview des Monats: Blick hinter die Kulissen des Tchibo Blogs

 

Mike Leopold interviewt Sandra Coy vom Tchibo Blog.

Quelle: Start Talking, Meike Leopold, http://www.start-talking.de/tchibo-blog-themenschaerfung-im-fokus-blogfuture/

 

Inhalt in drei Sätzen: Meike Leopold spricht zum Start ihrer Interviewreihe „Corporate Blogs: Wo geht die Reise hin?“ mit Sandra Coy, die den Tchibo Blog redaktionell verantwortet. Die gelernte Journalistin erklärt, inwiefern der Blog als „Kommunikationszentrale im unruhigen Social Media Meer“ fungiert. Konkrete Ziele, Erfolgsmessung und eine mögliche Weiterentwicklung zu einem Online-Magazin sind weitere Themen.

Unser Lieblingszitat: „Da meiner Erfahrung nach Blogthemen oftmals erst nach Wochen oder Monaten gelesen werden (gefunden über die Google Suche), macht es keinen Sinn, ausschließlich ohne Blog zu bloggen.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Meike Leopold ist die Autorin des von mir geschätzen Fachbuchs „Corporate Blogs“… 🙂 Nein, das stimmt zwar, aber natürlich empfehle ich Blogbeiträge nicht nur, weil die Autoren schon einmal ein Buch vorgelegt haben. Dieser Beitrag lohnt sich, weil mit Sandra Coy die redaktionell verantwortliche Kommunikationsexpertin eines großen Unternehmensblogs aus dem Nähkästchen plaudert – und somit für jeden Blogbetreiber (ob Corporate oder nicht) interessante Einsichten liefert.

 

5. Best Practice des Monats: So erstellt man Content für mobile Endgeräte

 

So textet man mobil optimiert.

Quelle: Hubspot DACH, http://blog.hubspot.de/marketing/content-fuer-mobile-leser

 

Inhalt in drei Sätzen: Content für mobile Leser sollte für rezeptionsspezifisch aufbereitet sein und einer Strategie für mobile Endgeräte folgen. Am Beispiel des Newsportals watson.ch, bei dem rund 80 Prozent der Leser über das Smartphone kommen, erklärt der Beitrag, was du im Rahmen deines Content Marketing beachten solltest. Zu den sieben Tipps gehören: Spezieller Textaufbau, konkrete Überschriften (kein Clickbait!), Community aufbauen, wenig ablenkende Elemente und keine aufdringliche Werbung.

Unser Lieblingszitat:An welchem Punkt der Search- und Customer-Journey für Ihr Unternehmen mobiler Traffic wichtig ist, sollten Sie messen und testen.

Weshalb du diesen Beitrag lesen solltest: Smartphones und Tablets begleiten uns Konsumenten den ganzen Tag. Auch wenn es offenbar nicht ganz einfach war, hat Autor Gideon Wagner mit watson.ch ein gutes Beispiel für ein Online-Unternehmen gefunden,das diesem Trend im Rahmen einer eigenen Content-Strategie für mobile Endgeräte gerecht wird.

 

6. Analyse des Monats: Content ist ein „immatrieller Vermögenswert“

 

Content Marketing: Inhalte helfen, Unternehmensziele zu erreichen.

Quelle: Zielbar, http://www.zielbar.de/content-mehr-als-marketing-8064/

 

Inhalt in drei Sätzen: Content-Stratege Babak Zand denkt Content Marketing weiter. Er sieht Content als „immatriellen Vermögenswert“ von Unternehmen. Denn alle Inhalte, die auf Grundlage einer professionellen Content-Stretagie an die verschiedenen internen und externen Anspruchsgruppen adressiert werden, haben einen Einfluss auf das Erreichen von Unternehmenszielen.

Unser Lieblingszitat: „Die Kunst besteht darin, durch eine integrierte Content-Strategie Inhalte so zu gestalten, dass die verschiedenen Zielgruppen ans richtige Ziel gebracht werden – sprich, sie zu den Inhalten führen, die für ihre Bedürfnisse am geeignetsten sind.“

Deshalb solltest du diesen Beitrag lesen: Der Artikel von Babak Zand basiert auf seiner Bachelor Thesis „Entwicklung eines Frameworks zur Bewertung von Content-Marketing-Maßnahmen in Deutschland“. Wer also nach einer tiefschürfenden Einordnung des Themas und einer etwas akademischeren Sichtweise sucht und aktuelle Daten sowie gute Quellenlinks präferiert, wird diesen ZIELBAR-Gastbeitrag mit Sicherheit bookmarken.

 

7. Optimierung des Monats: So erzeugst du Relevanz im Social Web

 

Relevante Botschaften für den Einsatz in Sozialen Medien.

Quelle: Keen Online Communication, http://keen-communication.com/digitale-kommunikation-braucht-relevante-botschaften/

 

Inhalt in drei Sätzen: Über eine klare Strategie hinaus benötigen Unternehmen, die die sozialen Netzwerke für ihr Marketing nutzen, relevante Botschaften, um ihre Zielgruppe wirkungsvoll anzusprechen. Diese Relevanz erreichen sie, indem sie die Faktoren Nähe, Nutzen und Neuigkeit miteinander verbinden. Unternehmen müssen sich diesbezüglich immer wieder hinterfragen und die Botschaften entsprechend anpassen und optimieren.

Unser Lieblingszitat: „Um im Social Web erfolgreich zu kommunizieren, müssen Unternehmen persönlicher, emotionaler und userorientierter werden.“

Warum du diesen Beitrag lesen solltest: Weil Autorin Ivana Baric-Gaspar den Leser strukturiert durch den Prozess der Optimierung eigener Botschaften führt. Mit einfachen Fragen schafft sie einen Rahmen, der schnell zum Erkenntnisgewinn beiträgt.

 

So, das war der Februar. 🙂

Ich hoffe, die Auswahl hat dir gefallen – und vielleicht auch bei der ein oder anderen Fragestellung weitergeholfen. Wenn du magst, lesen wir uns an gleicher Stelle im kommenden Monat wieder. Ich freue mich schon jetzt auf viele interessante und werthaltige Beiträge rund um das Content Marketing.

Bei den hier vertretenen Kollegen bedanke ich mich für die gute Arbeit im (fast) vergangenen Monat.

Weitermachen!

 

(Beitragsbildquellen: Mr. Exen /Shutterstock, Werben & Verkaufen, Lean Content Marketing Blog, Start Talking, Hubspot DACH, Zielbar, keen online communication)

 

Content Marketing: Die besten Beiträge im Februar – Leseempfehlung!

von: Marc Ostermann Lesezeit: 6 min
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